Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem Sonderforschungsbereich "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik": Zusammenfassungen aktueller Forschungsergebnisse, Hinweise auf Veröffentlichungen, Ergebnisse von Veranstaltungen und weiteres aus den Teilprojekten.


Prof. Dr. Tim Vlandas
Prof. Dr. Tim Vlandas
Tim Vlandas von der University of Oxford hat am SFB 1342 Ergebnisse seiner Forschung zum Aufschwung rechtsextremer Parteien präsentiert. Wirtschaftliche Unsicherheit und kulturelle Verunsicherung spielen eine zentrale Rolle, genauso wie die Sozialpolitik.

Am Mittwoch war Tim Vlandas, Associate Professor of Comparative Social Policy an der University of Oxford, beim SFB 1342 in Bremen zu Gast. Er präsentierte Ergebnisse seiner Forschung zu der Frage, welchen Einfluss ökonomische und kulturelle Unsicherheiten auf den Wahlerfolg rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien haben und welche Rolle Sozialpolitik dabei spielt. Vlandas analysierte dazu Daten des European Social Survey zu 24 europäischen Staaten aus sieben verschiedenen Jahren.

Demnach spielen sowohl ökonomische als auch kulturelle Unsicherheiten der Wählerinnen und Wähler eine Rolle dabei, ob sie sich zur Wahl rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien entschließen. Allerdings wirken sie auf die Wahlentscheidung verschiedener sozialer Gruppen unterschiedlich. Um zwei Beispiele kurz herauszugreifen:

  • Kulturell verunsicherte Wählerinnen und Wähler (meist in Folge von steigender Einwanderung und der gesellschaftlichen Diskussion darüber) neigen stärker dazu, rechtsextrem/rechtspopulistisch zu wählen – vor allem – und das ist für einige vielleicht überraschend -, wenn sie wirtschaftlich auf sicheren Beinen stehen.
  • Ökonomische Unsicherheit hingegen erhöht die Wahrscheinlichkeit, rechtsextrem/rechtspopulistisch zu wählen, nur bei den Wählerinnen und Wählern, die kulturell nicht verunsichert sind.


Die Sozialpolitik wirkt wir ein Puffer auf den Erfolg rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien, so Vlandas: Vor allem eine generöse Arbeitslosenversicherung, hohes Rentenniveau, Mindestlöhne und umfängliche Unterstützung von Familien wirken dem Erfolg rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien entgegen. Sozialpolitische Einschnitte oder selbst eine Stagnation der Ausgaben in Zeiten steigenden Bedarfs an Unterstützung haben die entgegengesetzte Wirkung.

Die Arbeitsgruppen von Philipp Manow und Carina Schmitt am Socium suchen eine studentische Hilfskraft für 45 Stunden pro Monat.

Am Socium der Universität Bremen wird von den Arbeitsgruppen Prof. Dr. Philipp Manow und Prof. Dr. Carina Schmitt zum frühestmöglichen Zeitpunkt für zunächst sechs Monate

eine studentische Hilfskraft

gesucht. Eine Verlängerung der Beschäftigung über diesen Zeitraum hinaus wird angestrebt. Die Arbeitszeit soll

monatlich 45 Stunden

betragen. Die Vergütung erfolgt nach den an der Universität Bremen üblichen Stundensätzen für Studentische Hilfskräfte.

Die Aufgaben umfassen insbesondere:

  • Mitwirkung bei der Erarbeitung einer Prozedur unter GIS für die Digitalisierung und Geocodierung historischer, teils nur auf Papier gedruckt vorliegender Karten,
  • Geocodierung historischer Karten, teils ausgehend von auf Papier gedruckten Karten,
  • Bearbeitung und Analyse geocodierter Daten.


Anwendungsbereite Kenntnisse der einschlägigen GIS-Software (z.B. Arcmap, QGIS, ArcGIS) sind erforderlich. Interesse an und ggf. Erfahrungen mit geographiebasierten sozialwissenschaftlichen Forschungsvorhaben, anwendungsbereite Kenntnisse statistischer Software (z.B. R, MS Excel) und mindestens gute englische Sprachkenntnisse sind erwünscht.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung, enthaltend

  • einen tabellarischen Lebenslauf,
  • bei MA-Studierenden: BA-Zeugnis mit BA-Transcript und Transcript der bisherigen Leistung im MA-Studium, BA-Arbeit bzw.
  • bei BA-Studierenden: Abitur-Zeugnis und Transcript der bisherigen Leistungen im BA-Studium, eine schriftliche Arbeit aus dem Studium (Hausarbeit, Exposé, Kurzpapier),


elektronisch in einer einzigen PDF-Datei bis Dienstag, 30.04.2019 ein bei:
Dr. Bastian Becker (bastian.becker@uni-bremen.de) und Dr. Valentin Schröder (schroder@uni-bremen.de).

Bitte sehen Sie von der Übersendung von Motivations- oder Referenzschreiben ab.

Richten Sie gern alle weiteren Nachfragen zur Bewerbung und zu den Aufgaben an o.a. Mail-Adressen.

Prof. Dr. Heinz Rothgang
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SFB-Mitglied Heinz Rothgang präsentierte auf dem Altenpflege-Zukunftstag einen Zwischenstand des Projekts zur Entwicklung eines Personalbemessungssystem in der Langzeitpflege: Bereits jetzt gibt es einen erheblichen Mehrbedarf an Personal.

Seit knapp zwei Jahren leitet Heinz Rothgang am Socium ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Bemessung des Personals in deutschen Pflegeeinrichtungen zu entwickeln. 798 Pflegekräfte wurden während ihres Arbeitsalltags begleitet und beobachtet ("beschattet"). An insgesamt 2046 Schattentagen wurden insgesamt 144.000 Interventionen registriert. Auf dieser Basis wird derzeit der Bedarf an Fach- und Hilfspersonal in Deutschlands Pflegeheimen berechnet.

Das Projekt läuft noch bis Ende August 2019. Auf dem Altenpflege-Zukunftstag in Nürnberg präsentierte Rothgang kürzlich einen ersten Zwischenstand:

  • In der Erhebung wurden Defizite bei der Menge der bedarfsnotwendigen erbrachten Interventionen und bei der Zeit für ihre Erbringung festgestellt.
  • Mehr Personal allein führt jedoch nicht zu besserer Pflege. Verbesserungen in der Organisationsstruktur und der Arbeitsabläufe sind zusätzlich notwendig.
  • Die derzeit übliche einheitliche Fachkräftequote von 50% sollte abgelöst werden durch heimindividuelle Qualifikationsstrukturen, die von der Pflegebedürftigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner abhängen.
  • Es herrscht ein Mehrbedarf sowohl an Fach- als auch an Assistenzkräften, wobei überproportional mehr zusätzliche Assistenzkräfte benötigt werden.
  • Ergeben sich andere Qualifikationsmixe, muss auch die Rolle von Fachkräften neu definiert werden und diese sind vor allem in Planung, Anleitung, Beaufsichtigung einzusetzen. Hierzu sind Personalentwicklungsprozesse notwendig.
  • Die nötigen Anpassungen müssen in einer Konvergenzphase schrittweise erfolgen.
  • Mehr Personal bedeutet steigende Kosten in Milliardenhöhe. Notwendige Gehaltssteigerungen für Pflegekräfte verstärken diese Entwicklung.
  • Um die Eigenanteile der Pflegebedürftigen zu begrenzen, ist eine Reform der Pflegeversicherung nötig.

Kontakt:
Prof. Dr. Heinz Rothgang
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58557
E-Mail: rothgang@uni-bremen.de

Michael Schmidt
Michael Schmidt
Der Vorsitzende des Hauptpersonalrates beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales diskutierte mit Mitgliedern des SFB 1342, wer an den Verhandlungen solcher Verträge beteiligt ist und welche Faktoren dabei relevant sind.

Michael Schmidt gab zunächst einen Überblick über bestehende bi- und multilaterale Sozialversicherungsabkommen in Europa und Lateinamerika. Anschließend konzentrierte er sich in seinem Vortrag auf bilaterale Rentenversicherungsabkommen, die Deutschland mit anderen Nationen geschlossen hat bzw. zu schließen versucht.

Laut Schmidt ist der erfolgreiche Abschluss eines bilateralen Sozialversicherungsabkommens umso wahrscheinlicher, je enger die wirtschaftliche Verflechtung beider Staaten ist. Denn Vermeidung doppelter Sozialbeitragszahlungen ist sowohl im Interesse der Unternehmen als auch der im Ausland arbeitenden Beschäftigten. Eine hohe wirtschaftliche Verflechtung allein reicht jedoch nicht aus, wie die Beispiele Russlands und Südafrikas zeigen: Deutschland bemühe sich seit Jahren vergeblich um ein Sozialversicherungsabkommen mit Russland, sagte Schmidt (wobei Schmidt nicht näher auf die Gründe einging); mit Südafrika scheint ein solches Abkommen nahezu unmöglich zu sein, da die dortige Sozialversicherung ganz überwiegend privatwirtschaftlich organisiert und somit mit dem deutschen System kaum kompatibel sei. Denn je ähnlicher sich die Sozialversicherungssysteme zweier Staaten sind, sagte Schmidt, desto wahrscheinlicher ist das Zustandekommen eines gemeinsamen Sozialversicherungsabkommens.

In der Regel sind geschlossene internationale Sozialversicherungsabkommen stabil – Schmidt kann sich an kein Abkommen erinnern, dass jemals aufgekündigt wurde. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte in dieser Hinsicht eine Premiere darstellen: "Sollte es zu einem ungeordneten Brexit kommen", sagte Schmidt, "wären davon auch die Rentenversicherungsansprüche Zehntausender Briten in Deutschland und Zehntausender Deutscher in Großbritannien betroffen." Für die Anerkennung im Ausland erworbener Ansprüche gebe es dann keinerlei Regelung.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet eine Fremdsprachenassistentin / einen Fremdsprachenassistenten in Teilzeit (29,4 Std.).

An der Universität Bremen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle

einer Fremdsprachenassistentin / eines Fremdsprachenassistenten

7 TV-L , Teilzeit 75%, unbefristet zu besetzen.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 29,4 Stunden, wobei der Arbeitszeitraum vorzugsweise den Vormittag umfasst.

Das Aufgabengebiet der Stelle umfasst

  • Geschäftsstelle für den Vorstand des Sonderforschungsbereichs 1342 „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“ (SFB 1342)
  • Unterstützung der Geschäftsführung des SFB 1342
  • Verfassen von Sitzungsprotokollen in deutscher und englischer Sprache
  • Korrespondenz in deutscher und in englischer Sprache, einfache Übersetzungen
  • Bearbeitung von Verträgen für studentische Hilfskräfte
  • Bearbeitung von Reisekostenanträgen
  • Bestellungen via Webbeschaffung
  • Sekretariatsaufgaben
  • Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung von Tagungen

 
Vorausgesetzt werden:

  • Erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zur Fremdsprachenassistentin / zum Fremdsprachenassistenten mit der Fremdsprache Englisch oder vergleichbare Qualifikation, vorzugsweise nachgewiesen durch mehrjährige einschlägige Berufserfahrung
  • sehr gute Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift (CEF-Level C2)
  • sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (CEF-Level C1)
  • Erfahrungen im Umgang mit der Standardsoftware (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, E-Mail, Internet, Terminplanung)
  • Berufserfahrung in selbstständiger Büroorganisation und Sekretariatsarbeit
  • Organisationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Zuverlässigkeit


Fragen zu dieser Stelle beantwortet Ihnen Frau Dr. Irina Wiegand (Telefon 0421-21858508, email: irina.wiegand@uni-bremen.de)

Schwerbehinderten Bewerbern/innen wird bei im wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind willkommen.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennziffer A82/19 bis zum 30.04.2019 elektronisch an socium-verwaltung@uni-bremen.de

Universität Bremen
Dr. Irina Wiegand
SFB 1342 / SOCIUM
Mary-Somerville-Str. 5
28359 Bremen

Bewerbungsunterlagen werden nur in Kopie (keine Mappen) benötigt. Auslagen im Zusammenhang mit der Bewerbung können nicht erstattet werden.

Haus der Wissenschaft (© Haus der Wissenschaft e.V.)
Haus der Wissenschaft (© Haus der Wissenschaft e.V.)
Der SFB 1342 lädt Doktorandinnen und Doktoranden ein zur Summer School "State, Society and Citizen - Cross-disciplinary Perspectives on Welfare State Development". Die Workshops und Diskussionen finden vom 19. bis 23. August in Bremen statt.

Die NordWel Summer School möchte innovative interdisziplinäre Forschung zur Entwicklung von Wohlfahrtsstaaten fördern und Diskussionen über die Fäcchergrenzen hinweg anregen.

Wir laden Doktoranden verschiedener Fachrichtungen ein zur Diskussion über die Entwicklung von Wohlfahrtsstaaten, ihre Voraussetzungen, ihren gegenwärtigen Status und wie wir sie untersuchen sollten. Doktoranden präsentieren ihre Arbeiten in parallelen Sessions und erhalten Feedback von erfahrenen Wissenschaftlern und Nachwuchskollegen.

Weitere Informationen zum Programm der 11. NordWel Summer School, dem Bewerbungsverfahren und dem Call for Papers finden Sie im entsprechenden Bereich auf unserer Website.

Hubertus Heil und Eva Quante-Brandt
Hubertus Heil und Eva Quante-Brandt
Hubertus Heil war Gast beim SOCIUM und SFB 1342. Der Bundesminister diskutierte über Rentenreformvorschläge und die Zukunft der Sozialpolitikforschung.

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, hat am Freitag mit Mitgliedern des Sonderforschungsbereichs "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" und des SOCIUMS diskutiert. Themen waren dabei renten- und arbeitsmarktpolitische Reformvorhaben sowie die Lage der Sozialpolitikforschung.

Niedrige Renten und wachsende Altersarmut sind ein drängendes Problem, das die Legitimation der Gesetzlichen Rentenversicherung insgesamt in Frage stellt. Heil sagte, er warte gespannt auf die Empfehlungen der Rentenkommission, die für März 2020 erwartet werden. Die Regierung könne aber bis dahin aber nicht "keine Rentenpolitik" machen. Im Zusammenhang mit seinem jüngsten Rentenreformvorschlag, der Einführung einer sogenannten Grundrente, fragte Heil die anwesendem Sozialpolitikforscherinnen und -forscher, ob sie eine Bedürftigkeitsprüfung für ratsam hielten. Frank Nullmeier, Sprecher des SOCIUMS und Vorstandsmitglied im SFB 1342, sagte, eine Bedürftigkeitsprüfung sei nicht ratsam, die Wissenschaft sei sich in diesem Punkt einig.

Die Grundrente erfasse, so Nullmeier, die wachsende Gruppe der prekären Selbständigen nicht, die aber in besonderem Maße von Altersarmut bedroht seien. Um deren Altersarmut zu begegnen, brachte Nullmeier eine "Digitale Sozialversicherung" ins Spiel: Betriebsstätten der Digitalwirtschaft, z.B. Internetknotenpunkte, könnten mit einer ans Datenvolumen gekoppelten Abgabe belegt werden, um arbeitgeberäquivalente Beitragszahlungen zur Gesetzlichen Rentenversicherung prekärer Selbständiger zu generieren (ähnlich wie die Künstlersozialversicherung). Heil sagte daraufhin, wie Abgrenzung der Selbständigkeit sei in vielen Fällen schwierig, das Konzept sei aber interessant.

"Als Arbeits- und Sozialminister bin ich auf Sozialpolitikforschung über den tagespolitischen Zeithorizont hinaus angewiesen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und lösen zu können", sagte Hubertus Heil. Sein Ministerium habe mit dem Fördernetzwerk interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) einen ersten wichtigen Schritt zur Förderung der Sozialpolitikforschung getan. Weitere Vorhaben sollen folgen. Konkret wurde der Minister in diesem Punkt nicht. Er sagte lediglich: "Ich träume von einem DIW der Sozialpolitikforschung." Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist eines der größten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute und wird als eingetragener Verein vom Land Berlin und der Bundesregierung finanziert, weitere Mittel stammen aus Drittmittelprojekten und Spenden.

Wir suchen ab sofort eine studentische Hilfskraft mit bis zu 10 Stunden/Woche für das Teilprojekt "Entwicklung und Diffusion von Familienpolitik in globaler Perspektive".

An der Universität Bremen ist im Sonderforschungsbereich 1342 im Teilprojekt "Entwicklung und Diffusion von Familienpolitik in globaler Perspektive" folgende Stelle zu besetzen:

Studentische Hilfskraft mit bis zu 10 Std./Woche

Beginn: Zum nächstmöglichen Zeitpunkt für zunächst drei Monate (eine Verlängerung wird angestrebt).

In diesem Projekt geht es darum, die historische Entwicklung familienpolitischer Maßnahmen in allen Ländern der Welt zu erheben und die Verbreitung über Ländergrenzen hinweg zu erklären. Dabei wird auch die Rolle internationaler Organisationen in den Blick genommen.

Aufgaben

  • Datenbank- und Literaturrecherchen
  • Erhebung von statistischen Daten aus Textdokumenten


Voraussetzungen

  • Gute Englischkenntnisse (weitere Sprachkenntnisse sind willkommen)
  • Erfahrungen im Bereich Literaturrecherche und/oder Dokumentenanalyse
  • Selbstständiges, zuverlässiges und strukturiertes Arbeiten


Wünschenswert sind Kenntnisse in Excel, Stata oder R.

Bewerbungen mit CV und kurzem Motivationsschreiben senden Sie bitte bis zum 12.04.2019 an

UNIVERSITÄT BREMEN
SOCIUM/BIGSSS
Susan Westing-Kilian
Mary-Somerville-Str. 9
28359 Bremen

Bei postalischer Zusendung bitten wir, uns von Ihren Bewerbungsunterlagen nur Kopien einzu-reichen, da wir sie aus Kostengründen nicht zurücksenden können; sie werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens vernichtet. Oder elektronisch bitte als pdf-Anhang an:
Email: swkilian@uni-bremen.de

Prof. Dr. Klaus Schlichte
Prof. Dr. Klaus Schlichte
Klaus Schlichte berichtet von seinem Forschungsaufenthalt in Uganda, bei dem er durch systematische Recherche, geplante Irritationen und nicht zuletzt durch Zufälle vieles über die dortige Sozialpolitik erfuhr.

Lieber Herr Schlichte, für das Teilprojekt B09 waren sie kürzlich für rund zwei Monate in Uganda. Was war das Ziel des Aufenthalts?

Es ging mir darum, ein allgemeines Mapping zu machen. Denn die Sozialpolitik in Afrika ist bei Weitem nicht so erforscht wie in der OECD oder Europa. Und es gibt dort Formen von Sozialpolitik, die im Globalen Norden weniger präsent sind, wie etwa die Subventionierung von Grundnahrungsmitteln oder die Vorbeugung von Epidemien. Mein Ziel war also, dazu Stimmen zu sammeln: Was denken die Menschen über die sozialpolitischen Verhältnisse in Uganda? Wie sind die Positionen der Regierungsseite? Was denken die Krankenschwestern, Ärzte oder Lehrergewerkschaften? Ich wollte aber auch wissen, wie "ordinäre" Leute, also Nicht-Experten, im Alltag mit der Frage von Krankheit und Gesundheitsvorsorge umgehen. Es gab dabei keine übergeordnete Fragestellung: Beim Mapping versucht man, eine Collage zusammenzustellen und offen zu sein für alles, was sich ergibt.

Aber Sie sind doch sicher nicht unvorbereitet nach Uganda geflogen ...

Das natürlich nicht. Ich habe früher schon in Uganda zu anderen Themen gearbeitet und habe deshalb eine ganze Reihe von Kontakten. Dennoch wollte ich nicht mit einer engen Fragestellung auf die Materialsuche gehen. Wir nennen das Feldforschung, hochtrabend könnte man es auch Ethnographie nennen. Natürlich mache ich auch Experteninterviews, aber die Alltagsgeschichten gehören genauso dazu wie all das, was in der Zeitung steht und was die Leute beiläufig erzählen. Außerdem sammle ich alle möglichen Dokumente, informelle Papiere zum Beispiel von in Uganda tätigen Entwicklungshilfeorganisationen. Die Annahme ist: Alles ist Material. Alles, was man sieht, hört und findet. Es gibt da keine Grenze.

Sie sind also mit einem Koffer nach Kampala geflogen und mit fünf Koffern heimgekehrt? Oder ernsthaft: Wie dokumentieren Sie beim Mapping Ihre Arbeit?

Früher, als alle Unterlagen noch gedruckt waren, habe ich tatsächlich Postsäcke gepackt und nach Deutschland verschickt. Aber das ist natürlich heute auch in Uganda fast alles digitalisiert und passt alles auf einen USB-Stick und in ein paar Mappen.

Und die Gespräche mit Menschen schneiden Sie mit?

Manchmal. Die meisten allerdings nicht. Viele Gespräche sind Alltagskonversationen, da wäre es sehr merkwürdig, anderen mit dem Mikro vor der Nase herum zu hantieren. Ich mache mir in der Regel in Gesprächen Notizen und schreibe hinterher alles ausführlich auf. Das ergibt dann später ein Transkript des Gesprächs. Entscheidend ist, dass ich mich gleich hinsetze. Deshalb gehe ich nach Gesprächen sofort ins Café, nach Hause oder in die Bibliothek und schreibe ein Gesprächsprotokoll auf der Grundlage der Notizen.

Gab es etwas auf Ihrer Reise, dass Sie überrascht hat?

Was mich überrascht hat ist, dass sämtliche „policies“ unheimlich stark der Demokratiemaschine Ugandas unterworfen ist. Das geht so weit, dass viele ugandische Experten mittlerweile an der Demokratisierung zweifeln, weil der politische Wettbewerb so scharf geworden ist, dass er Interferenzen in allen möglichen Politiken kreiert.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Nehmen wir die Polizeiarbeit in Uganda. Während der Wahlkämpfe ist die gesamte Polizei im Auftrag der Regierung unterwegs. Alles wird eingesetzt, damit der Präsident geschmeidig durch das Land reisen kann und die Massen organisiert werden können, um ihm zuzujubeln. Dabei bleibt die normale Polizeiarbeit auf der Strecke, wobei die Ressourcen der Polizei ohnehin nicht üppig sind. Dieses Prinzip erstreckt sich aber auch auf die Schulen und die Gesundheitsversorgung. Man generiert politische Unterstützung über die Verteilung der ohnehin knappen öffentlichen Ressourcen. Das kennen wir zwar auch aus Deutschland auch: bestimmte Regionen und Fraktionen werden mit Mitteln ausgestattet, um Loyalität zu erzeugen. In Uganda geschieht das in radikaler Form, was mit der verbreiteten Armut zu tun hat. Die Amtsinhaber setzen den gesamten Staat für den politischen Wettbewerb in Gang. Sogar intellektuelle, liberale und fortschrittliche Leute sagten mir, man sollte weniger wählen und in größeren Abständen, weil zu viel Geld und zu viele Ressourcen verpulvert werden für die Herstellung von Loyalität. Mich hat überrascht, wie kritisch die Stimmung mittlerweile gegenüber demokratischen Verfahren ist.

Wahlen finden in Uganda finden alle fünf Jahre statt.

Ja, in der Regel amtiert der Präsident fünf Jahre, auch das Parlament wird alle fünf Jahre gewählt. Das klingt nach einem entspannten Rhythmus. Aber die Loyalität muss auch zwischendrin gesichert werden. Man braucht Parlamentsmehrheiten. Und das Parlament nicht so stark durch Parteien diszipliniert wie bei uns, sondern die Loyalität von Abgeordneten wird auch gesteuert über den Bau von Krankenhäusern, Straßen und dergleichen. Denn die Abgeordneten stehen unter einem gewissen Druck, ihrem Wahlkreis etwas liefern zu müssen.

Womit wir bei der der Sozialpolitik wären.

Wo werden die Krankenhäuser gebaut? Wo sie nötig sind, oder wo der Abgeordnete wohnt, dessen Unterstützung gebraucht wird? Diese Logik hat mich überrascht. Ich glaube, Uganda ist da kein Einzelfall, man wird das in ganz vielen Staaten beobachten können, auch weit über Afrika hinaus: Das politische Establishment ist gleichzeitig auch unternehmerisches Establishment. Zum Beispiel ist der Permanent Secretary of State im Bildungsministerium gleichzeitig der Besitzer von mehreren privaten Secondary Schools. Ähnliches sieht man bei vielen Parlamentsabgeordneten. Das sind politische Unternehmer, die mit der Privatisierung von Bildung und Gesundheit stark verknüpft sind. So ist eine Oligarchie entstanden, die gar kein Interesse daran haben kann, Bildung und Gesundheit wieder zum öffentlichen Gut zu machen. Der boomende Markt gerade für Bildung in Uganda ist fest in der Hand derer, die auch politisch das Sagen haben. Eine Locked-in-Situation, die so arretiert ist, dass man sich fragt: Wie soll sich das jemals wieder ändern? Das ist vielleicht eine zweite These, die aus dem Aufenthalt hervorgegangen ist.

Ich stelle es mir schwierig vor, solche Dinge wie die Verquickungen des Permanent Secretary of State im Bildungsministerium vor Ort zu verifizieren.

So etwas sagen einem die Menschen natürlich nicht ins Mikrofon, sondern im Vertrauen. Aber man kann so etwas genauso verifizieren wie beispielsweise in Deutschland, indem man zur Handelskammer geht und nachschaut, wer dort als Unternehmer für was eingetragen ist.

Ich frage deshalb, weil Ihr Kollege Roy Karadag in Ägypten ein ähnliches Mapping versucht hat und zumindest bei Behörden und Ministerien abgeblockt wurde.

Das ist in Uganda ganz anders. Bei Behörden und Ministerien muss man sich am Empfang registrieren, aber dann kann man sich – und das macht es für die Forschung eben unheimlich leicht - im Gebäude völlig frei bewegen. Man klopft einfach an die Türen. Man muss vielleicht warten oder am nächsten Tag wiederkommen, aber es gibt grundsätzlich immer Gesprächsbereitschaft. Uganda ist da viel liberaler als zum Beispiel Deutschland.

Bei Ihrer Mapping-Methode sind Sie auch auf Zufälle angewiesen. Ein solcher Zufall hat Sie mit dem ugandischen Krankenhaussystem vertraut gemacht. Würden Sie das kurz erzählen?

In Kampala habe ich bei einer ehemaligen Doktorandin gewohnt, die Zimmer untervermietet. In dem Haus wohnte neben einer Nachrichtensprecherin auch der Onkel meiner Vermieterin, der vom Land nach Kampala gekommen war, weil er Zungenkrebs hatte. Sein Beispiel machte mir deutlich, wie das Gesundheitssystem Ugandas System funktioniert und welche Rolle Familie, Verwandtschaft und Freundschaft als Funktionsprinzip der sozialen Sicherung spielen. Uganda hat etwa 40 Millionen Einwohner. Für Menschen, die keine private Krankenversicherung haben und sich Operationen nicht leisten können – also etwa 98 Prozent der Bevölkerung -, gibt es im gesamten Land genau eine Station, wo Krebsoperationen möglich sind. Der Onkel wäre gestorben, wenn seine Nichte nicht einen Job hätte, durch den sie den Krankenhausaufenthalt finanzieren konnte. Das war die erste Bedingung, warum er heute noch lebt. Die zweite war, dass in dem Krankenhaus 20 Ärzte aus Chicago zwei Wochen lang ohne Entgelt operierten - Tag und Nacht im Wechselschichtbetrieb. Nur deshalb war die Operation zu dem Zeitpunkt möglich. Denn die meisten Ärzte und Pfleger, die in den öffentlichen Krankenhäusern Ugandas arbeiten, können von ihrem Gehalt nicht leben, weshalb sie auch noch in Privatkliniken tätig sind. Das erklärt, warum Krebsoperationen in Uganda nicht in der Geschmeidigkeit ablaufen, wie das bei uns der Fall ist.

Wie ging es mit dem Mann weiter?

Es gibt keine Reha-Kliniken in Uganda, daher wurde er ein paar Tage nach der Operation entlassen. Für jemanden vom Land stellt sich dann die Frage: Wie kommt man aus dem Krankenhaus wieder nach Hause? Das Medianeinkommen in Uganda liegt bei 55.000 Schilling im Monat, umgerechnet etwa 25 Euro. Der Transport von Kampala aufs Land, sagen wir mal 400 Kilometer weit, kostet etwa 30.000 Schilling, also ein mittleres Monatseinkommen. Viele Patienten sind deshalb auf Hilfe angewiesen. Und so schießen wildfremde Menschen noch am Krankenhaus solchen Patienten etwas zu. Das klingt jetzt romantisch, hat aber auch eine Schattenseite: Denn diese Art von moralischen Verpflichtungen sind auch der Hintergrund dessen, was wir als Korruption denunzieren. Irgendwo muss das Geld schließlich herkommen. Wenn es Massenarmut gibt, gibt es auch Korruption – nicht, weil die Leute schlecht sind, sondern im Gegenteil: Weil umverteilt werden muss und der Zugang zu öffentlichen Ressourcen der wichtigste Zugang zu Ressourcen überhaupt ist.
Wie all das im Gesundheitssektor miteinander verschränkt ist, war mir vorher nicht so klar. Das ist vielleicht der wichtigste Grund für diese Form von Forschung. Für Experteninterviews müsste ich nicht nach Kampala fliegen. Was ich dort suche, sind eher „geplante“ Irritationen. So entdecke ich Dinge und Zusammenhänge, von denen ich vorher wenig wusste, die aber wichtig sind.

Wie schließt sich jetzt Ihre weitere Arbeit daran an?

Nach dem Sammeln des Materials in Uganda gibt eine Phase der Distanzierung. Vieles entdeckt man erst, wenn man sich das Material später wieder anguckt, auch weil man inzwischen andere Sachen gelesen und sich mit anderen unterhalten hat. Ich habe vor 20 Jahren angefangen, mich mit Uganda zu beschäftigen, und die Aufzeichnung von damals sind immer noch auskunftsreich. Ich werde jetzt einen Aufsatz zu Uganda [Anmerkung: Könnten Sie das etwas genauer sagen, worum es in dem Aufsatz gehen wird?] und einen zur kolonialen Sozialpolitik schreiben. Bis Sommer werden die Manuskripte fertig sein. Unsere Forschung in dem Teilprojekt B09 hat aber auch eine historische Dimension. Wir wollen das Auf und Ab von Sozialpolitiken in sechs afrikanischen Ländern erfassen und analysieren. Dann halten wir die Analysen nebeneinander. Gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Was geschieht zeitgleich, was phasenversetzt und warum? Welche äußeren Einflüsse gibt es? Sind sie gleichgerichtet oder widersprüchlich? Das sind die Fragen, die wir in der ersten SFB-Förderphase klären werden. Aber wir wollten jetzt schon durch das Mapping erkunden, welche Entwicklungen es in der Sozialpolitik in Afrika gibt und welche Fragen sich daraus ergeben, die wir in der zweiten Phase des SFB bearbeiten können.


Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Schlichte
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Institut für Interkulturelle und Internationale Studien
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-67475
E-Mail: kschlich@uni-bremen.de

Kristin Noack und Greta-Marleen Storath
Kristin Noack und Greta-Marleen Storath
Kristin Noack und Greta-Marleen Storath, Doktorandinnen am SFB 1342, erzählen im Interview, warum sich ihre Teilnahme an der 10. NordWel Summer School in Helsinki 2018 für sie gelohnt hat.

Greta-Marleen und Kristin, ihr wart letztes Jahr in Helsinki zur 10. NordWel Summer School. Könnt ihr anderen PhD-Studentinnen und -Studenten die Summer School empfehlen?

Greta-Marleen Storath: Ja, auf jeden Fall. Die Atmosphäre in Helsinki war total nett und offen und sehr unterstützend. Es war ja unsere erste Summer School, gleich zwei Monate nachdem wir unsere Doktorarbeiten angefangen hatten. Alle haben verstanden, dass wir noch ganz am Anfang waren.

Die Nordwel Summer School eignet sich also für sowohl für PhD-Studierende, die gerade anfangen, als auch für solche, die schon weiter sind?

Great-Marleen Storath: Ja. Die Summer School war darauf ausgerichtet, alle PhDs zu unterstützen und ein offenes Forum zu schaffen. Ich habe mich sehr wohlgefühlt.

Kristin Noack: Das kann ich unterstreichen. Was ich außerdem besonders an der Summer School fand, war der interdisziplinäre Ansatz. Durch die Vorträge bekamen wir Input aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Wir sind danach mit neuen Ideen nach Hause gegangen.

Auf der NordWel Summer School präsentieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils ein Paper, das anschließend diskutiert wird. Ihr hattet zu dem Zeitpunkt ja gerade erst eure Doktorarbeiten angefangen - habt ihr dennoch etwas präsentiert?

Greta-Marleen Storath: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sehr unterschiedliche Arbeiten vorgestellt: Manche haben Artikel, manche einen Teil aus der Dissertation präsentiert. Wir haben unseren ersten Proposal-Entwurf vorgestellt und darauf sehr hilfreiches Feedback bekommen.

Hat euch das Feedback weitergeholfen, wenn ihr jetzt ein Jahr später darüber nachdenkt?

Kristin Noack: Ja, absolut. Bei der NordWel Summer School wird das eingereichte Paper von einem Senior researcher und einer anderen promovierenden Person kommentiert und dann in der größeren Runde diskutiert. Die Kollegin, die mein Proposal kommentiert hat, kam aus einem ähnlichen Bereich und hat mir sehr detailliertes Feedback gegeben und dabei sehr konkrete Sachen aus dem Proposal herausgepickt. Das war wirklich gut.

Greta-Marleen Storath: Ich schreibe meine Arbeit zu Schweden, und in Helsinki war auch eine schwedische Forscherin dabei, die mir ein sehr gutes Feedback gegeben hat. Was ich außerdem sehr hilfreich fand: Während der Summer School kommentiert man ein Paper einer Kollegin oder eines Kollegen. Das fand ich genauso lehrreich, wie mein eigenes Proposal vorzustellen.

Und wie war die Atmosphäre zwischen euch Doktorandinnen und Doktoranden - konstruktiv oder konkurrierend?

Kristin Noack: Super-unterstützend. Wir haben zwar schon Kritik bekommen, aber immer konstruktiv und ermutigend.

Greta-Marleen Storath: Ja, ich empfand auch gar keine Konkurrenz. Abends waren wir immer alle zusammen essen und saßen beieinander, es gab ganz viel Unterstützung und Wertschätzung für die Arbeit der anderen.

In diesem Jahr nehmt ihr aber wahrscheinlich nicht teil, oder?

Kristin Noack: Dieses Mal lassen wir anderen den Vortritt.

 

Die 11. NordWel Summer School findet vom 19. bis 23. August 2019 in Bremem statt. Den Call for Papers finden Sie hier.


Kontakt:
Kristin Noack
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58604
E-Mail: knoack@uni-bremen.de

Greta-Marleen Storath
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57068
E-Mail: gm.storath@uni-bremen.de