Veranstaltungsort
Haus der Wissenschaft
Sandstraße 4/5
28195 Bremen
Uhrzeit
08:30 - 17:00
Ansprechpartner/in
Organisation

Aktuelle theoretische und methodische Entwicklungen in den Sozialwissenschaften fließen in den Ansatz der "mechanism-based explanation" ein. Ausgehend von verschiedenen Disziplinen wie der analytischen Soziologie, der politischen Soziologie, der vergleichenden historischen Analyse und der qualitativen Forschung in der Politikwissenschaft betonen mechanismenbasierte Ansätze, dass Phänomene nicht vollständig durch Korrelationen zwischen Variablen erklärt werden können: Kausalmechanismen sind die "Strippen und Zahnräder", auf die Wissenschaftler stoßen, wenn sie die "Black Box" der Korrelationen öffnen.

Trotz der wachsenden Literatur zu diesem Thema konnten zwei Defizite bisher nicht behoben werden:

  1. Es gibt keine überzeugende Zusammenstellung von Mechanismen, die soziale und politische Prozesse vorantreiben. Frühere Vorschläge für eine umfassende Liste von Mechanismen sammeln Elemente auf sehr unterschiedlichen Maßstäben und Ebenen. Es gibt kein einheitliches Verständnis davon, welcher Ebene (Mikro-, Meso-, Makro-) Mechanismen zugeordnet werden sollten und welche Merkmale ein Mechanismus aufweisen sollte, um als solcher zu gelten.
  2. Es fehlt auch an einer systematischen Anwendung mechanismusbasierter Ansätze auf ein ganzes Politikfeld. Bisher wurden mechanismenbasierte Ansätze vor allem in Einzelfällen oder vergleichenden Fallstudien mit begrenztem Umfang und Reichweite eingesetzt. Die Anwendung eines mechanismenbasierten Ansatzes zur Untersuchung der transnationalen Dynamik eines gesamten Politikfeldes könnte ein entscheidender Test für die Fruchtbarkeit mechanismenbasierter Ansätze sein.


Diese Konferenz soll die Diskussion über die Charakteristika kausaler Mechanismen anregen und eine engere Verbindung zwischen diesen Konzepten und der Untersuchung sozialpolitischer Entwicklungen herstellen.

Bisher bestätigte Referenten:
Renate Mayntz (Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung)
James Mahoney (Northwestern University)
Peter Starke (University of Southern Denmark)

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