SFB-Mitglied Ivo Mossig diskutiert in seinem Beitrag die Folgen der COVID-19-Pandemie für sozioökonomische Entwicklungsunterschiede und welche Rolle dabei Sozialpolitik spielt.

Vom 6. bis 8. Juli 2020 veranstaltet die Forschungsgruppe Transient Spaces and Societies vom Geographischen Institut der Universität Innsbruck ein digitales Symposium zum Thema COVID-19 als Zäsur? Geographische Perspektiven auf Räume, Gesellschaften und Technologien in der Pandemie. Ivo Mossig, Co-Leiter des Teilprojekts A01, beteiligt sich mit seinem Vortrag "Sozio-ökonomische Entwicklungsunterschiede und Sozialpolitik in Zeiten der COVID-19-Pandemie".

Mossig geht dabei von der Beobachtung aus, dass in Zeiten der Pandemie die sozialen Sicherungssysteme in allen Teilen der Welt auf eine besonders harte Probe gestellt werden. Gleichzeitig hält er fest, dass Sozialpolitik und die aus ihr resultierenden Sicherungssysteme entscheidende Elemente sind, um die weltweit unterschiedlich ausgeprägten Folgen der Pandemie zu erklären. Umso verwunderter zeigt sich Mossig, dass Geographinnen und Geographen seit jeher räumliche sozioökonomische Entwicklungsunterschiede analysieren, dabei aber die Sozialpolitik wenig beachten. Mossig stellt in seinem Konferenzbeitrag daher die interdependente Beziehung zwischen sozio-ökonomischen Entwicklungsunterschieden und Sozialpolitik heraus. Die Integration solcher sozialpolitischer Forschung kann nach Mossig substanziell dazu beitragen, soziale Ungleichheiten auf verschiedenen räumlichen Maßstabsebenen zu erklären. Dies wird in Zeiten der COVID-19-Pandemie nur noch relevanter.


Kontakt:
Prof. Dr. Ivo Mossig
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 / 421 / 218 67410
E-Mail: mossig@uni-bremen.de