In einem Blog-Beitrag analysieren Anna Safuta und Kristin Noack die ohnehin schon prekäre Lage migrantischer Pflegekräfte, die sich durch die Corona-Krise weiter verschärft hat.

Deutsche Haushalte beschäftigen bis zu 500.000 ausländische Pflegekräfte, die meisten von ihnen Polinnen, in geringerem Maße auch Rumäninnen, Bulgarinnen und Ukrainerinnen. "Ihre Beschäftigungsbedingungen stehen oft im Widerspruch zu den gesetzlichen Bestimmungen über Mindestlöhne und Arbeitszeiten", schreiben Safuta und Noack in ihrem Artikel. Aber sie und ihre Familien sind in hohem Maße auf das Einkommen angewiesen, das sie oft als "live-in workers" erzielen: Sie bleiben für mehrere Wochen oder Monate bei den Familien in Deutschland, bevor sie für eine bestimmte Zeit in ihre Heimatländer zurückkehren. 

Diese oft prekären Arbeitsbedingungen wurden während der Covid-19-Pandemie und durch die Maßnahmen der deutschen Regierung und Verwaltung (z.B. Reiseverbote, Grenzkontrollen, zweiwöchige Quarantäneauflagen) noch verschärft.

Für ihren Artikel analysierten Safuta und Noack zudem die Diskussionen unter ausländischen Pflegekräften in den sozialen Medien. Sie stellten fest, dass "die Pandemie zu Spannungen zwischen Pflegekräften führte, die weiter arbeiten wollten, und jenen, die ihnen vorwarfen, sich selbst und andere unnötig in Gefahr zu bringen oder das Unzumutbare zu akzeptieren".

Lesen Sie den ganzen Artikel "A pandemic, and then what? The effects of the coronavirus pandemic on migrant care workers in Germany" im Routed Magazine.


Kontakt:
Kristin Noack
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58604
E-Mail: knoack@uni-bremen.de

Dr. Anna Safuta
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
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E-Mail: anna.safuta@uni-bremen.de