Veranstaltungen des Teilprojekts B09

07.11.2019 - 08.11.2019 Konferenz

Causal Mechanisms in the Analysis of Social Policy Dynamics

Teilprojekt B01: SFB 1342, Universität Bremen
Veranstaltungsort
Haus der Wissenschaft
Sandstraße 4/5
28195 Bremen
Uhrzeit
08:30 - 17:00
Ansprechpartner/in
Organisation

Aktuelle theoretische und methodische Entwicklungen in den Sozialwissenschaften fließen in den Ansatz der "mechanism-based explanation" ein. Ausgehend von verschiedenen Disziplinen wie der analytischen Soziologie, der politischen Soziologie, der vergleichenden historischen Analyse und der qualitativen Forschung in der Politikwissenschaft betonen mechanismenbasierte Ansätze, dass Phänomene nicht vollständig durch Korrelationen zwischen Variablen erklärt werden können: Kausalmechanismen sind die "Strippen und Zahnräder", auf die Wissenschaftler stoßen, wenn sie die "Black Box" der Korrelationen öffnen.

Trotz der wachsenden Literatur zu diesem Thema konnten zwei Defizite bisher nicht behoben werden:

  1. Es gibt keine überzeugende Zusammenstellung von Mechanismen, die soziale und politische Prozesse vorantreiben. Frühere Vorschläge für eine umfassende Liste von Mechanismen sammeln Elemente auf sehr unterschiedlichen Maßstäben und Ebenen. Es gibt kein einheitliches Verständnis davon, welcher Ebene (Mikro-, Meso-, Makro-) Mechanismen zugeordnet werden sollten und welche Merkmale ein Mechanismus aufweisen sollte, um als solcher zu gelten.
  2. Es fehlt auch an einer systematischen Anwendung mechanismusbasierter Ansätze auf ein ganzes Politikfeld. Bisher wurden mechanismenbasierte Ansätze vor allem in Einzelfällen oder vergleichenden Fallstudien mit begrenztem Umfang und Reichweite eingesetzt. Die Anwendung eines mechanismenbasierten Ansatzes zur Untersuchung der transnationalen Dynamik eines gesamten Politikfeldes könnte ein entscheidender Test für die Fruchtbarkeit mechanismenbasierter Ansätze sein.


Diese Konferenz soll die Diskussion über die Charakteristika kausaler Mechanismen anregen und eine engere Verbindung zwischen diesen Konzepten und der Untersuchung sozialpolitischer Entwicklungen herstellen.

 

PROGRAMM

Tag 1

9.00-9.30
Anmeldung and Kaffee

9.30-10.30
Gary Goertz, University of Notre Dame
The veil of ignorance – causal mechanism – process tracing methodology

10.45-12.15
Session 1: Theorizing Mechanisms

Mittagessen

13.30-14.30
Renate Mayntz, Max Planck Institute for the Study of Societies
Promise and limits of mechanism-based explanation

14.45-16.15
Session 2: Mechanisms of Social Policy Dynamics – Comparative Approaches

16.45-17.45
James Mahoney, Northwestern University Causal mechanisms and theories of causality: Three approaches

18.00-19.30
Session 3: Mechanisms of Social Policy Dynamics – Transnational Interdependencies

Tag 2

9.30-11.00
Session 4: Mechanisms of Social Policy Dynamics – Single Case Studies

11.15-12.30
Plenary Session: Could we hope to compile a list of basic causal mechanisms?
Peter Starke, University of Southern Denmark Delia González de Reufels, Johanna Kuhlmann, Frank Nullmeier, Klaus Schlichte, University of Bremen

Mittagessen

13.45-15.15
Session 5: Mechanisms of Social Policy Dynamics in Latin America

15.30-16.30
Armando Barrientos, University of Manchester The rise and fall of Bismarckian social policy in Latin America

Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 7.3280
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Uhrzeit
14:15 - 15:45 Uhr
Veranstalter/in
Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS); Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS), Universität Bremen; Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", Universität Bremen

Alex Nadège Ouedraogo (InIIS) discusses her dissertation proposal:
Analysis of food social policies in Senegal

Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 7.4500
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Uhrzeit
14:30 - 16:00 Uhr
Ansprechpartner/in

Ndangwa Noyoo examines global social policy in the current global climate which is typified by, inter alia, increasing unilateralism, narrow nationalism and xenophobia. The former negative forces are not just confined within countries but are rapidly transcending nation-states and regions of the world, with far-reaching consequences. Global social policy is therefore juxtaposed against these cited trends whilst considering the progress that has been made in this area in past decades. Noyoo also advances his position which sees global social policy as a transformative force which needs to be harnessed and specifically directed by various role players in this era. Arguably, one major force that triggered the cited negative forces is the push factor of uncontrolled and illegal migrations of vulnerable groups from conflict and poverty-ridden parts of the world to the developed northern countries. Drawing on secondary literature and other empirical researches, Noyoo argues for a consolidation of global social policy, despite the deteriorating global situation, through the forging of stronger North – South networks. Also, he calls for a more robust global social policy as it could help to stem the tide of not only the cited migrations, but other social ills, at their source, by raising the quality of life of vulnerable groups in stressed countries. Nevertheless, the aforementioned needs to be predicated on a foundation of international solidarity which, at present, seems to be waning.

05.12.2018 Workshop

Akademisches Schreiben auf Englisch

Dr. Margaret Hiley
Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 7.2210
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Uhrzeit
9:00 - 15:00 Uhr
Organisation

Der Workshop soll dazu dienen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Besonderheiten guten akademischen Schreibens in englischer Sprache vertraut zu machen. Es werden die wichtigsten Unterschiede zum deutschen akademischen Schreiben herausgearbeitet, beginnend mit grundlegenden grammatikalischen Aspekten wie der Verwendung aktiver vs. passiver Formulierung und verbalen vs. nominalen Konstruktionen. Im Anschluss werden der Stil im Allgemeinen sowie die wichtigsten Konventionen bei der Strukturierung akademischer Arbeiten diskutiert.

Die Praxis steht im Mittelpunkt des Workshops und beinhaltet die Analyse zahlreicher konkreter Beispiele, darunter solche aus dem eigenen englischen Material der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am Ende werden alle ein klares Set von Werkzeugen entwickelt haben, das sie anwenden können, wenn sie eigene akademische Texte auf Englisch verfassen.

Die Referentin Dr. Margaret Hiley ist in Großbritannien, Kanada und Deutschland zweisprachig (Deutsch und Englisch) aufgewachsen. Sie hatte Anglistik an der Universität Regensburg, bevor sie an der Glasgow University in Anglistik promovierte und ihre Forschungsarbeiten in Englisch und Deutsch veröffentlichte. Seitdem lehrt sie an Universitäten in Großbritannien und Deutschland und kennt dadurch die unterschiedlichen Strukturen und Merkmale beider akademischer Systeme. In den letzten zehn Jahren arbeitete sie als wissenschaftliche Übersetzerin, Sprachlektorin und Peer-Reviewerin und half Hunderten von deutschsprachigen Akademikerinnen und Akademikern bei der Veröffentlichung ihrer Arbeiten auf Englisch.

Anmeldungen per E-Mail an Alex Veit: veit@uni-bremen.de.

Veranstaltungsort
Unicom
Raum: 3.3380
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Uhrzeit
14:00 - 16:00 Uhr
Veranstalter/in

Welche Folgen hatten der Arabische Frühling und die anschließenden Regimewechsel für die Sozialpolitik Tunesiens und Ägyptens? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt zwischen den beiden Ländern? Diesen Fragen widmet sich InIIS-Geschäftsführer Dr. Roy Karadag in einem Vortrag im Rahmen des InIIS-BIGSSS-Kolloquiums.