Der SFB 1342 sucht eine Doktorandin / einen Doktoranden für das Teilprojekt "Herausbildung, Aus- und Umbau des Sozialstaats im Cono Sur im Austausch mit (Süd-)Europa (1850-1990)".

An der Universität Bremen ist im von der DFG finanzierten Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", am Fachbereich 8/ Sozialwissenschaften und am Institut für Geschichtswissenschaft in der Geschichte Lateinamerikas unter der Leitung von Prof. Dr. Delia González de Reufels zum nächstmöglichen Zeitpunkt unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe die Stelle

einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters
Entgeltgruppe TV-L 13 (65 %)

für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen.

Die Befristung erfolgt nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz). Demnach können ausschließlich Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch in dem entsprechenden Umfang über Qualifizierungszeiten nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG verfügen.

Der Sonderforschungsbereich 1342 umfasst zwei Projektbereiche, A und B, in denen sich 15 Projekte mit der globalen Verbreitung von sozialpolitischen Instrumenten seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschäftigen.

Die hier ausgeschriebene Stelle ist im Projektbereich B angesiedelt, dessen Projekte die internationalen Verbindungen und Verflechtungen der Verbreitung von Sozialpolitik unter Verwendung quantitativer Methoden untersuchen. Es geht hier u.a. um Fragen der Entwicklung sozialpolitischer Instrumente, um Fragen des Inklusionsgrads und der Generosität von Sozialpolitik. Ein Schwerpunkt liegt auf den Akteuren und den Prozessen des Austauschs und der Kooperation über nationale Grenzen hinweg sowie auf dem hier ebenfalls stattfindenden Wettbewerb. Im Teilprojet B02 steht die Geschichte des transnationalen Austauschs zwischen den Ländern des Cono Sur im Mittelpunkt; die ausgeschriebene Stelle ist Teil des TP B02.

Das historische Teilprojekt B02 "Herausbildung, Aus- und Umbau des Sozialstaates im Cono Sur im Austausch mit (Süd-) Europa ab 1850" erforscht die Pioniere sozialstaatlichen Handelns in Lateinamerika: Argentinien, Chile und Uruguay. Ein Fokus der Forschung in diesem Teilprojekt liegt auf Gesundheit und Arbeiterschutz als zwei eng miteinander verbundenen Feldern sozialpolitischer Intervention. Das geschichtswissenschaftliche Dissertationsprojekt, das im Rahmen der Anstellung bearbeitet werden soll, stellt Argentinien von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in den Mittelpunkt. Untersucht werden die Entwicklung von sozialpolitischen Instrumenten auf den genannten Feldern Gesundheit und Arbeiterschutz sowie die Wege, auf denen die hier maßgeblichen sozialpolitischen Ideen entwickelt, mit den kontinentalen Nachbarn ausgetauscht und schließlich in Argentinien implementiert wurden. Besonderes Augenmerk liegt auf der International Labor Organisation und auf deren Bedeutung für den argentinischen Kontext. Dabei sollen das lateinamerikanische Büro der ILO und dessen Bedeutung für staatliche Sozialpolitik im Cono Sur besondere Aufmerksamkeit erfahren.

Aufgaben

  • Mitarbeit im international besetzten SFB 1342 und eigenverantwortliche Forschung im Teilprojekt B02 in Verbindung mit einer eigenständigen Promotion zur Geschichte der sozialpolitischen Entwicklung in Argentinien im späten 19. und frühen 20. (siehe bitte oben)
  • Wissenschaftliche Dienstleistungen in der Lehre im Umfang von 2 LVS pro Semester in der Studieneingangsphase (Grundstudium/BA-Studiengang Geschichte bzw. General Studies Bereich) mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte Lateinamerikas
  • Mitwirkung an der inhaltlichen und administrativen Arbeit des SFBs und der Professur der Geschichte Lateinamerikas
  • Beiträge zu Publikationen
  • Mitverantwortliche Arbeit an der Organisation und Durchführung von Workshops etc.
  • Fortführung und Vertiefung internationaler Kooperationen


Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes und überdurchschnittliches Hochschulstudium der Geschichtswissenschaft (Master)
  • Sehr gute Kenntnisse der lateinamerikanischen Geschichte und der Geschichte Argentiniens
  • Vorerfahrungen im Bereich der Transnationalen Geschichte sowie der Globalgeschichte
  • Vorerfahrungen bzw. Interesse an Fragen der Sozialpolitik und staatlichen sozialpolitischen Handelns
  • Großes Engagement in Forschung und Lehre
  • Fundierte Spanisch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift (B2 CEF)
  • Gute EDV-Kenntnisse
  • Teamfähigkeit und Organisationstalent


Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Dr. Delia González de Reufels
(E-Mail: dgr@uni-bremen.de).

Als Preisträgerin des Total-E-Quality Science Award strebt die Universität Bremen eine Erhöhung des Anteils von Frauen im Wissenschaftsbereich an und fordert deshalb Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderten Bewerberinnen/Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben. Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Migrationshintergrund werden begrüßt.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf und Zeugnisse in Kopie sowie Verzeichnis von Lehrveranstaltungen - sofern vorhanden - sowie Verzeichnis der Veröffentlichungen - sofern vorhanden) bis zum 08.02.2019 unter Angabe der Kennziffer A343/18 an die

Universität Bremen
Fachbereich 8 / Sozialwissenschaften
Universitätsboulevard 13
28359 Bremen

oder per E-Mail in Form einer pdf-Datei an:
fb08.bewerbung@uni-bremen.de.

Wir bitten Sie, uns von Ihren Bewerbungsunterlagen nur Kopien (keine Mappen) einzureichen, da wir sie nicht zurücksenden können. Bewerbungs- und Reisekosten werden nicht erstattet.