Greta-Marleen Storath, Kristin Noack und Marlene Seiffarth
Greta-Marleen Storath, Kristin Noack und Marlene Seiffarth
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Science goes public!“ präsentierten die SFB-Doktorandinnen Kristin Noack, Marlene Seiffarth und Greta-Marleen Storath ihr Teilprojekt B07 in einer Bremer Kneipe.

Was passiert eigentlich mit der nonna in Italien, der mormor in Schweden und der Oma in Deutschland, wenn sie nicht mehr allein zurechtkommen? Etwa 50 Gäste waren am Donnerstagabend in die Bremer Kneipe Gondi gekommen, um sich von Kristin Noack, Marlene Seiffarth und Greta-Marleen Storath die erstaunlich unterschiedlichen Altenpflegesysteme der drei Länder erklären zu lassen.

Während die deutsche Pflegeversicherung den meisten Gästen vertraut war, erfuhren sie bei Salzstangen, Bier und Wein, dass die schwedische Altenpflege steuerfinanziert ist und sich die große Mehrheit der älteren Menschen lieber von staatlichen Pflegekräften betreuen lässt als von Familienangehörigen. Der Pflegeberuf habe in Schweden einen vergleichsweise guten Ruf, und auch die Bezahlung sei besser als beispielsweise in Deutschland, berichtete Storath. In Italien hingegen werden Pflegebedürftige ganz überwiegend von – meist weiblichen – Familienangehörigen versorgt, sagte Seiffarth. Die Familien erhalten nicht sachgebundene Direktzahlungen vom Staat, die vor allem im bürgerlichen Milieu genutzt werden, um migrantische 24-Stunden-Pflegekräfte zu bezahlen.

Die Gäste verfolgten die Präsentationen erstaunlich konzentriert und stellten im Anschluss eine Reihe von Fragen, unter anderem auch zu den Rückwirkungen der Migration von Pflegekräften auf deren Herkunftsländer, speziell in Ost- und Südosteuropa.

Kristin Noack, Marlene Seiffarth und Greta-Marleen Storath promovieren im Rahmen des SFB-Teilprojektes B07 „Transnationale Dienstleistungserbringung in der Langzeitpflege zwischen West- und Osteuropa“, in dem die Länder Deutschland, Italien und Schweden sowie Polen, Rumänien und die Ukraine in Fallstudien untersucht und verglichen werden.

Die Veranstaltungsreihe „Science goes public!“ findet zweimal jährlich in Bremen und Bremerhaven statt und gibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Gelegenheit, ihr Arbeit in entspanntem Rahmen zu präsentieren und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.


Kontakt:
Kristin Noack
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58604
E-Mail: knoack@uni-bremen.de

Marlene Seiffarth
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58600
E-Mail: m.seiffarth@uni-bremen.de

Greta-Marleen Storath
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58600
E-Mail: gm.storath@uni-bremen.de