Chipenda ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SARChI-Lehrstuhl für Sozialpolitik an der University of South Africa. Mit dem Team von B09 wird er in den nächsten Monaten zur Ernährungssicherungspolitik in Südafrika arbeiten.

Clement Chipenda (PhD) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SARChI-Lehrstuhl für Sozialpolitik, College of Graduate Studies, an der University of South Africa (UNISA). Chipenda promovierte 2019 in Soziologie an der UNISA, seine Dissertation konzentrierte sich auf die sozialpolitischen Dimensionen des Landreformprogramms in Simbabwe.

Chipenda ist für drei Monate von August bis Oktober 2020 als Visiting Fellow am SFB 1342 angeschlossen. Gastgeber ist Alex Veit vom Projekt B09 "Aufstieg, Verfall und Renaissance der Sozialpolitik in Afrika". Aufgrund der Covid-19-Pandemie wird Chipenda von Pretoria bzw. Harare aus arbeiten und sich B09 online anschließen.

Clement Chipenda und Alex Veit werden sich mit der Entwicklung der Ernährungssicherungspolitik in Südafrika von 1918-2018 befassen. Ziel ihrer Arbeit ist es, die Entwicklung der südafrikanischen Ernährungssicherheitspolitik zu verstehen und mit Hilfe einer figurativen Analyse Erklärungen für Kontinuitäten im Kontext des grundlegenden ideologischen Wandels zu finden.

Während des Stipendiums wird Chipenda auch an Forschungsarbeiten zur Sozialpolitik im südlichen Afrika teilnehmen und eigene Arbeiten der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft an der Universität Bremen, UNISA und darüber hinaus vorstellen.

Chipendas Arbeit konzentriert sich derzeit auf Sozialpolitik, agrarpolitische Ökonomie, Ernährungssicherheit, Staatsbürgerschaft, Jugendentwicklung und Gender im globalen Süden. Er hat kürzlich in der Africa Review (2020), im Canadian Journal of African Studies (2019) und im African Journal of Economic and Management Studies (2019) veröffentlicht. Soeben hat er die Arbeit an einem gemeinsam verfassten Zeitschriftenartikel über die sozialen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie abgeschlossen, der in Kürze in einer Sonderausgabe des Journal of Comparative Family Studies (2020) erscheinen wird. Clement arbeitet derzeit an zwei Projekten zu den Themen Jugend und Lebensunterhalt in Kontexten nach der Landreform sowie der bäuerlichen Produktion, Ernährungssicherheit und Lebensunterhalt angesichts der Covid-19-Pandemie. Die Studie wird durch zwei Forschungsstipendien finanziert, die er 2019 und 2020 vom Netzwerk junger afrikanischer Agrarforscher (YARA) in Zusammenarbeit mit der David and Lucille Packard Foundation erhielt. Clement ist Mitglied der Anthropology Southern Africa, des Network of Young African Researchers in Agriculture (YARA) and der South African Sociological Association.